Petrochemie

Netzwerk der Korruption in der Petrochemie Marun; von Rente bis Interessenkonflikt

Ein neuer Bericht weist auf ein komplexes Netzwerk von Korruption in der Petrochemie Marun hin, das zu schädlichen und verlustreichen Entscheidungen geführt hat.

In einem aufsehenerregenden Bericht wurde ein Netzwerk von Korruption und Interessenkonflikten in der Petrochemie Marun aufgedeckt. Seit der Ernennung des neuen Geschäftsführers im Jahr 1400 haben sich intransparente wirtschaftliche und managementbezogene Beziehungen zwischen den ihm angeschlossenen Unternehmen entwickelt, deren Ergebnisse zu erheblichen finanziellen Verlusten für dieses Unternehmen geführt haben.

Rente und Interessenkonflikt; ein besorgniserregendes Beispiel

Eines der in diesem Bericht angesprochenen Themen ist die Vergabe einer Genehmigung für 23.000 Tonnen Ethylenoxid an die Gruppe Kimyagaran. Diese Vergabe fand nicht nur vor der Ernennung der betreffenden Person zum Geschäftsführer statt, sondern der Eintritt dieser Gruppe in die Aktionärsstruktur der Petrochemie Marun zeigt ein klares Beispiel für Interessenkonflikte und „doppelte Nutzung eines Vermögens“.

Darüber hinaus hat die Entscheidung, Roh-Ethylen direkt zu verkaufen, anstatt Ethylenglykol mit höherem Mehrwert zu produzieren, etwa sechs Millionen Dollar Verlust für das Unternehmen verursacht. Auch der Kauf von Ausrüstung für ein 30-Megawatt-Kraftwerk von der deutschen Marke MAN zu einem Preis von 41 Millionen Euro, während der tatsächliche Wert auf etwa 18 Millionen Euro geschätzt wird, ist ein weiteres besorgniserregendes Thema in diesem Bericht. Es wurde behauptet, dass diese gebrauchten und ohne Garantie verkauften Geräte an die Petrochemie Marun verkauft wurden.

Schweigen der Aufsichtsbehörden; Fragen blieben unbeantwortet

Der Bericht verweist auch auf ein Netzwerk von Managern und Mitgliedern des Vorstands in verschiedenen petrochemischen Unternehmen, das laut Dokumenten auf eine organisierte Struktur von Korruption und Interessenkonflikten hinweist. In diesem Zusammenhang haben Unternehmen wie Sadra Chemie Khuzestan, obwohl sie keine tatsächliche wirtschaftliche Tätigkeit ausüben, als Vermittler in den Geschäften der Petrochemie Marun fungiert.

Abschließend wird auf das Schweigen der Aufsichtsbehörden wie der Börsenaufsicht und des Rechnungshofs hingewiesen, wobei betont wird, dass trotz der vorhandenen Dokumente und Zahlen bisher keine Maßnahmen zur Untersuchung dieses Falls ergriffen wurden.