Die Raffinerie Isfahan steht aufgrund einer Reihe von verdächtigen Devisenzahlungen an die Firma Falcon derzeit im Mittelpunkt eines großen Korruptionsfalls im Wert von 122 Millionen Euro. Dokumente zeigen, dass mehr als 6.000 Milliarden Toman ohne Bankgarantie an dieses Unternehmen gezahlt wurden.
Abberufung von Vorstandsmitgliedern und milliardenschwere Zahlungen
Bagheri Dizaj, der aktuelle Direktor der Raffinerie, war bereits während seiner Zeit als Leiter der Raffinerie Tabriz mit finanziellen Vorwürfen konfrontiert. Während seiner Amtszeit wurden mindestens 5 seiner ernannten Manager wegen Unterschlagung und finanzieller Missbrauch festgenommen. Dennoch wurden im Zusammenhang mit dem Vertrag mit der Firma Falcon zwei Vorstandsmitglieder, die gegen diese Zahlungen waren, schnell aus ihren Ämtern entfernt. Kritiker glauben, dass diese Maßnahme lediglich den Weg für die Zahlungen erleichtert hat.
Ein ausländischer Vertrag im Wert von 114 Millionen Euro wurde mit der Firma Falcon abgeschlossen, dessen gesamter Betrag in Devisen gezahlt wurde. Darüber hinaus wurden weitere 8 Millionen Euro außerhalb des Vertragsrahmens an dieses Unternehmen vergeben.
Ernsthafte Fragen zum Entscheidungsprozess
Eine der wichtigsten Unklarheiten in diesem Fall ist das Fehlen jeglicher Bankgarantie von der Gegenseite. Dieses Thema hat ernsthafte Kritik an den Managern der Raffinerie aufgeworfen und die Bedenken darüber verstärkt, wie solche Zahlungen ohne Garantie erfolgen konnten. Alle Zahlungen an die Firma Falcon haben die Grenze von 22.000 Milliarden Toman überschritten, und während die vertraglichen Verpflichtungen von diesem Unternehmen nicht vollständig erfüllt wurden, wurden alle vereinbarten Beträge gezahlt.