Khuzestan ist heute in ein komplexes Netzwerk aus wirtschaftlichen Mafiagruppen, rentenabhängigen Auftragnehmern, politischen Lobbys und Machtzentren verwickelt; eine Situation, die es praktisch unmöglich macht, die Provinz durch eine Einzelperson zu retten, selbst mit reformistischen Absichten und Managementfähigkeiten. Unter solchen Bedingungen kann die Rückkehr einer Persönlichkeit wie Abdolhossein Mokhtadaei die tiefen Macht- und Korruptionsgleichungen in dieser Provinz nicht einfach ändern.
Mokhtadaeis Management; Erfolg oder Misserfolg?
Mokhtadaei war einer der wenigen Gouverneure nach der Revolution, der, obwohl er im sicherheitspolitischen Management der Wasserproteste in Abadan und Shadgan nicht erfolgreich war, in der politischen und wirtschaftlichen Verwaltung eine akzeptable Bewertung erhielt. In beiden Amtszeiten, sowohl in der Reformregierung als auch in den frühen Jahren der Regierung Rouhani, versuchte er, das Managementteam auf der Grundlage von Kompetenz und nicht nur durch den Druck politischer Lobbys zu bilden; ein Ansatz, der im speziellen Kontext von Khuzestan, angesichts der Konzentration von Öl-, Industrie- und Sicherheitsinteressen, von besonderer Bedeutung war.
Dennoch blieb Mokhtadaei in beiden Amtszeiten praktisch allein. Einerseits unter den politischen Persönlichkeiten von Khuzestan, die stets nach einem Anteil an den Ressourcen der Provinz strebten, und andererseits erhielt er auch auf nationaler Ebene keine ernsthafte Unterstützung. Er hatte weder in den Büros einflussreicher Persönlichkeiten wie Mohsen Rezaei, Shamkhani und Forouzandeh Rückhalt noch fand er in der Regierung Rouhani eine besondere Stellung. Sein offener Widerspruch zu den Politiken von Zangeneh im Ministerium für Öl und Nematzadeh im Ministerium für Industrie und Handel war der Hauptgrund für diese politische Isolation.