Was heute in der Managementstruktur der iranischen Öl- und Petrochemieindustrie vor sich geht, ist mehr als nur komplex; es ist eine Wiederholung eines vertrauten Musters der Machtverschiebung im Korruptionskreis; ein Muster, das in der Islamischen Republik weder Unbekannte noch Unklarheiten hat. Ein frisches Beispiel dafür ist die zeitgleiche Ernennung und Beförderung von Namen wie „Neshanzadeh“ und „Mahmoud Aminnejad“, die erneut an die Spitze der Nachrichten zurückgekehrt sind.
Korruption bei Managementwechseln
Während Mahmoud Aminnejad mit zahlreichen Korruptionsfällen und dokumentierten Berichten in Aufsichts- und Sicherheitsbehörden aus dem Managementzyklus entfernt und der Justiz übergeben werden sollte, geschah dies nicht nur nicht, sondern er stieg mit der Vermittlung von Persönlichkeiten auf den höchsten Machtstufen die Karriereleiter empor. Einerseits wurde er als Senior Advisor des CEO des Persischen Golf Holdings ernannt und andererseits übernahm er die Leitung eines Unternehmens, das die größten Ölprojekte im Süden Irans verwaltet.
Aminnejad, der während seiner Leitung der Gasraffinerie Bid Boland Hunderte Millionen Dollar aus den Vermögenswerten des Landes in verdächtigen Geschäften mit der Firma „Petronirouyeh Saba“ transferierte und gleichzeitig die Spuren seiner persönlichen Investitionen von Teheran bis Spanien sichtbar wurden, hat nun auf direkten Auftrag einer politischen Persönlichkeit und durch familiäre Verbindungen einen neuen Weg gefunden, um Zugang zu großen Ölressourcen zu erhalten.
Fortdauer des Korruptionszyklus
Auf der anderen Seite dieser Gleichung steht der Name „Neshanzadeh“; ein Manager, der die Petrochemie praktisch in ein Wahlkampfteam für politische Persönlichkeiten verwandelt hat und mit der Unterstützung einer Gruppe von CEOs ein bandenähnliches Netzwerk gebildet hat, dessen Ergebnis Korruptionsfälle in mehreren großen Petrochemiefirmen wie Maroon, Karoun und Arvand war.
Er soll nun, wie gehört, nicht nur den ehemaligen Stuhl von Aminnejad einnehmen, sondern gleichzeitig CEO der Gasraffinerie Bid Boland sein, wo Aminnejads Millionen-Dollar-Einkommen erzielt wurde und wo nun die Geschäfte von Neshanzadeh und seinen Freunden in Khuzestan stattfinden.
Diese Stuhlverschiebungen sind weder Reformen noch Veränderungen; sie sind lediglich eine Reproduktion desselben Zyklus, der Korruption von einem Tisch zum anderen transferiert, ohne auch nur einen Moment innezuhalten.