Seyed Jafar Hashemi, ein Name, der in der iranischen Öl- und Gaswelt erneut in aller Munde ist, steht nun im Zentrum eines kontroversen Falls. Dieser umstrittene Manager, der in seiner Laufbahn die Leitung der Petrochemie Kermanshah innehatte, kämpft derzeit mit Vorwürfen, darunter organisierter Schmuggel. Doch wie konnte eine solche Person die Leitung des Parsian Öl- und Gas-Holdings übernehmen?
Das Geheimnis von 60.000 Tonnen Harnstoff
Die Geschichte begann mit dem illegalen Abtransport von 60.000 Tonnen Harnstoff aus der Petrochemie Kermanshah. Eine Ladung, die in einem illegalen Lagerhaus aufbewahrt und schrittweise entfernt wurde, hatte ursprünglich einen Wert von 400 Dollar pro Tonne. Doch mit dem Anstieg der Weltmarktpreise ist ihr Wert nun auf 900 Dollar pro Tonne gestiegen. Diese Entdeckung führte zur Entlassung Hashemis aus seiner Position in der Petrochemie Kermanshah, aber er konnte mit Unterstützung im Hintergrund, einschließlich der Verbindung zu Gholamreza Tajgardoon, rechtliche Hürden überwinden.
Unterstützung im Hintergrund
Hashemi konnte trotz abgelehnter Sicherheitsüberprüfungen mit Hilfe seiner Beziehungen zum Geschäftsführer des Parsian Öl- und Gas-Holdings aufsteigen. In diesem Zusammenhang spielte auch Manouchehr Habibi, der Gouverneur von Kermanshah, eine Rolle bei der Aussetzung des Haftbefehls gegen ihn. Hashemi hat außerdem in Zusammenarbeit mit Seyed Farid Mirlouhi Ali Kiani, der keine Führungserfahrung hatte, zum Vorsitzenden des Vorstands und anschließend zum Geschäftsführer der Petrochemie Kermanshah ernannt.
Kritiker dieser Ereignisse sind der Meinung, dass eine Person mit solch schweren Vorwürfen nicht in solch sensiblen Positionen sein sollte. Doch es scheint, dass in Iran Beziehungen und Unterstützung im Hintergrund weiterhin eine entscheidende Rolle im Schicksal von Managern spielen.