Das US-Finanzministerium hat am 14. Juli mehr als 50 Personen, Unternehmen und Schiffe, die mit Mohammad Hossein Shamkhani, einem Ölunternehmer der Islamischen Republik, in Verbindung stehen, sanktioniert. Dieses Netzwerk hat der Islamischen Republik geholfen, internationale Sanktionen zu umgehen und Milliarden von Dollar an Öleinnahmen zu erzielen. Hossein Shamkhani, bekannt als Hector, ist der Sohn von Ali Shamkhani und das Zentrum der Handelsaktivitäten dieser Familie im Bereich der Umgehung von Ölsanktionen.
Details des Netzwerks und der Sanktionsmaßnahmen
US-Beamte erklärten, dass dieses Netzwerk mit Hilfe von Briefkastenfirmen und im Ausland ansässigen Unternehmen sanktioniertes iranisches Öl transportierte. Diese Maßnahme ist eines der größten Sanktionspakete gegen den iranischen Schifffahrtssektor und zielt darauf ab, das finanzielle und logistische Netzwerk des iranischen Ölexports zu stören. Scott Bassett, der US-Finanzminister, erklärte, dass das Shamkhani-Netzwerk einer der profitabelsten Finanzmotoren der Islamischen Republik sei.

Das US-Finanzministerium hat mehrere Personen und Unternehmen, darunter Mohammad Reza Rahbar Madani, Hossein Ghorbani Zahed und die Unternehmen Glavous Shipping FZCO und Dezra Shipping FZCO, sanktioniert. Diese Unternehmen haben finanzielle und maritime Transportdienste für das Shamkhani-Netzwerk bereitgestellt. Auch Schifffahrtsunternehmen, die in Singapur, Dubai, Hongkong, Indien und den Marshallinseln tätig sind, waren Teil dieses Netzwerks.
Auswirkungen und Konsequenzen
Diese Maßnahmen erweitern die bisherigen Sanktionen gegen Mitglieder der Shamkhani-Familie. Alle Vermögenswerte und finanziellen Interessen der sanktionierten Personen und Einrichtungen in den Vereinigten Staaten wurden eingefroren und müssen dem Office of Foreign Assets Control (OFAC) gemeldet werden. US-Gesetze verbieten im Allgemeinen Bürgern und Unternehmen der USA, mit sanktionierten Personen und Unternehmen Geschäfte zu machen, es sei denn, sie haben eine Genehmigung von OFAC.
Erhöhte Spannungen
Die Spannungen zwischen den USA und der Islamischen Republik haben sich in der vergangenen Woche verschärft und ein fragiles Waffenstillstandsabkommen, das auf einem Memorandum of Understanding vom Juni basierte, beendet. Die Konflikte um die Straße von Hormus, eine strategische Wasserstraße, durch die etwa 20 Prozent der weltweiten Öllieferungen verlaufen, haben zugenommen.