Die fortgesetzten Luft- und Seeangriffe der USA auf die südlichen Regionen Irans, nach sieben aufeinanderfolgenden Nächten, beschränken sich nicht nur auf militärische Ziele. Laut veröffentlichten Berichten wurden auch Teile der Transport-, Energie-, Wasser- und Hafeninfrastruktur beschädigt. Diese Situation hat weitreichende Folgen über das Schlachtfeld hinaus für die Bewohner der Provinzen Hormozgan, Buschehr, Chuzestan und Sistan und Belutschistan und hat das tägliche Leben von Tausenden von Familien gestört.
Infrastrukturen, die das Leben stören
Bei den jüngsten Angriffen wurden neben logistischen und maritimen Einrichtungen auch einige Brücken, Verkehrswege und Entsalzungsanlagen ins Visier genommen. Die Sperrung des Shahid-Mirzaei-Tunnels auf der Achse Bandar Abbas–Hajiabad zeigt ebenfalls, dass das Kommunikationsnetz im Süden ernsthaft beschädigt wurde; ein Thema, das nicht nur die Bewegung von Ausrüstungen einschränkt, sondern auch den Verkehr von Bürgern und den Transport von Waren erschwert.

Küstenwirtschaft in Gefahr
Die Wirtschaft vieler südlicher Städte ist von maritimen Aktivitäten abhängig. Fischer, Dhow-Besitzer, Hafenarbeiter, Fischverkäufer und verwandte Berufe haben durch die Reduzierung der Hafenaktivitäten und die Einschränkungen der Schifffahrt einen Teil ihres Einkommens verloren.
Laut Aussagen lokaler Beamter wurden allein im Fischereihafen Panj-Paleh in Bandar Abbas etwa 30 Fischerboote durch die Angriffe zerstört; ein Schaden, dessen Wert auf Dutzende Milliarden Toman geschätzt wird. Dies geschieht, während der Lebensunterhalt von mehr als 40.000 Familien in Hormozgan von der Fischereiindustrie abhängt und jede Unterbrechung der Aktivitäten in diesem Sektor eine breite Kette von lokalen Arbeitsplätzen beeinflusst.
Neben dem direkten Schaden an den Schiffen hat die Sorge um die Unsicherheit auf See, die steigenden Kosten für Versicherung und Treibstoff, das Stoppen der Beladung und die Störung des Transports von Meeresprodukten zusätzlichen Druck auf die Akteure in diesem Bereich ausgeübt.
Verkehrswege und öffentliche Dienstleistungen
Die Zerstörung von Brücken und Straßen hat den Zugang zwischen Städten und Dörfern im Süden erschwert. Die Sperrung dieser Wege hat die Zeit und die Kosten für den Transport von Waren, Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff erhöht und den Zugang der Bewohner einiger Gebiete zu medizinischen und administrativen Dienstleistungen eingeschränkt.
Laut lokalen Bewohnern sind einkommensschwache Familien, ältere Menschen und chronisch Kranke mehr als andere von dieser Situation betroffen, da sie gezwungen sind, längere Strecken zurückzulegen, um medizinische oder Bankdienstleistungen zu erhalten.
Wasser- und Stromkrise in der Sommerhitze
Gleichzeitig mit der extremen Sommerhitze hat die Beschädigung des Stromnetzes und der Entsalzungsanlagen die Bedingungen erschwert. Das Energieministerium hat von Schäden an Teilen der Stromübertragungsleitungen berichtet und die Tavanir-Gesellschaft hat mit der Wiederherstellung des Netzes begonnen.
In Küstengebieten ist Strom nicht nur ein Komfortdienst, sondern auch notwendig für die Wasserversorgung, die Lagerung von Medikamenten, den Betrieb von Gesundheitszentren und den Umgang mit extremer Hitze. Auch die Zerstörung einiger Entsalzungsanlagen, darunter in Jask und Bounji, hat die Trinkwasserversorgung in einigen Dörfern unterbrochen und Tausende von Menschen mit Wasserknappheit konfrontiert.
Jenseits der physischen Schäden
Die Folgen dieser Angriffe beschränken sich nicht nur auf die Zerstörung von Gebäuden und Einrichtungen. Die Reduzierung der wirtschaftlichen Aktivitäten, die Störung öffentlicher Dienstleistungen, die steigenden Lebenshaltungskosten und die Besorgnis über die Zukunft haben die Unsicherheit in den südlichen Städten verschärft.
Neben den Lebensunterhaltsproblemen äußern einige Bürger auch Bedenken hinsichtlich der Schadensbearbeitung und der Geschwindigkeit des Wiederaufbaus der Infrastruktur. Die Erfahrungen mit dem Wiederaufbau von betroffenen Gebieten in früheren Kriegen haben auch dazu geführt, dass einige Bewohner Zweifel an einer schnellen Rückkehr der Bedingungen zum vorherigen Zustand haben.
Insgesamt hat die fortgesetzte Schädigung der Transport-, Energie- und maritimen Wirtschaftsinfrastruktur nicht nur die wirtschaftlichen Kapazitäten des Südens Irans unter Druck gesetzt, sondern auch die Lebensqualität, die wirtschaftliche Sicherheit und die Zukunftsperspektiven vieler Familien in diesen Gebieten vor ernsthafte Herausforderungen gestellt.
