Vier Monate nach der Ernennung von Hossein Ferdowsi, einem der stellvertretenden Wirtschaftsminister, zum Generalsekretär des Obersten Rates der Freihandels- und Sonderwirtschaftszonen hat seine Managementveränderung nicht nur nicht zur Verbesserung der Situation dieser Gebiete beigetragen, sondern Anzeichen von Unklarheit, Chaos und weit verbreiteter Korruption sind deutlicher denn je zu erkennen. Diese Ernennungen haben, anstatt die Wirtschaft und den Handel in diesen Gebieten in Schwung zu bringen, gezeigt, dass sie weiterhin in den fehlerhaften Mustern der Vergangenheit gefangen sind.
Ferdowsi, der im April dieses Jahres durch den Beschluss von Seyed Ali Madani-Zadeh als Nachfolger von Reza Masroor ernannt wurde, sollte auf der Grundlage seiner Managementerfahrungen eine zentrale Rolle in der wirtschaftlichen und kommerziellen Entwicklung des Landes spielen. In der Praxis jedoch dominieren politische Lobbys und Machtgruppen sowie tiefes Chaos mehr als wirtschaftliche Fachkenntnisse und Planung in diesen Gebieten.

Leere Versprechungen und bittere Realitäten
Ferdowsis Management hat anstelle von Strukturreformen nur Instabilität und Klientelismus fortgesetzt. Trotz seiner umfangreichen Erfahrungen im Wirtschaftsbereich ist das, was in der Praxis zu sehen ist, weit von den Versprechungen des Wirtschaftsministers entfernt. Anzeichen von Reformen in Ernennungen, transparenten Wirtschaftsprogrammen und der Organisation der Zoll- und Handelslage in diesen Gebieten sind nicht zu erkennen.
Berichten zufolge sind die Freihandelszonen mehr zu einem Schauplatz des Wettbewerbs einflussreicher Gruppen und der Verteilung von Positionen geworden. Dabei wurden die öffentlichen Interessen und das Wohl der einheimischen Bewohner an den Rand gedrängt.
Einer der größten Kritikpunkte an der Leistung des Obersten Rates der Freihandelszonen und den Vorstellungen und Programmen des Wirtschaftsministers ist die Missachtung der eigentlichen Existenzphilosophie dieser Zonen und die ernsthafte und signifikante Reduzierung ihrer Bedeutung.
Diese Zonen sollten eine Plattform für Investitionsanreize, Exportentwicklung und Beschäftigung sein, sind jedoch derzeit im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Ort der Verteilung von Vorteilen und unkontrollierten Importen geworden. Die Erwartungen an den neuen Generalsekretär des Obersten Rates der Freihandelszonen, Korruption einzudämmen und politischen Einfluss zu reduzieren, wurden bisher nicht erfüllt, und diese Angelegenheit hat die Besorgnis über eine weitere Schwächung dieser Zonen und die Ausweitung der Dimensionen der wirtschaftlichen und politischen Korruption in ihrer Verwaltung verstärkt.