Berichte von Mitarbeitern der Firma Nakhl Asmari, die sich auf dem Gelände 3 im Hafen von Mahshahr befindet und zu den Tochtergesellschaften des Pensionsfonds der Ölindustrie (Ahdaf) gehört, zeigen weit verbreitete Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen, der Art der Vertragsabschlüsse und dem Wohlergehen der Mitarbeiter.
Das Management dieser Firma liegt in den Händen von Alireza Barzin, und Yousef Zarin ist neben seiner Rolle als stellvertretender Direktor auch Mitglied des Vorstands. Informierte Quellen behaupten, dass ein Großteil der Managemententscheidungen der Firma mit seiner Zustimmung getroffen wird. Die Mitarbeiter behaupten außerdem, dass für die Aktivitäten der Firma ein Vertragsunternehmen nur zum Schein registriert wurde, um direkte Klagen der Arbeiter gegen die Hauptfirma zu erschweren.

Probleme mit Verträgen und Vorteilen
Laut diesen Quellen werden die Verträge der Vertragsarbeiter monatlich verlängert, und die Mitarbeiter erhalten nur den gesetzlichen Mindestlohn. Sie sagen, dass ihnen Vorteile wie Schlechtwetterzulagen, berufliche Zuschläge, Nachtarbeit, Petro-Karten und andere übliche Vorteile nicht gewährt werden. Ein weiteres angesprochenes Thema ist die Nichtumsetzung des Stellenklassifizierungssystems in dieser Firma. Die Mitarbeiter sind der Meinung, dass das Management der Firma trotz gesetzlicher Verpflichtungen bisher die Umsetzung dieses Plans verweigert hat.
Die Arbeiter geben außerdem an, dass sie trotz der Beschlüsse der Sonderwirtschaftszone und der Arbeitsverwaltung bezüglich der Einschränkung der Anwesenheit von Mitarbeitern unter besonderen Wetterbedingungen weiterhin unter Androhung der Nichtverlängerung ihres Vertrags ohne Überstundenvergütung und gezwungenermaßen am Arbeitsplatz erscheinen müssen.

Wohlergehen und Dienstleistungen
Laut informierten Quellen ist die Nutzung von veralteten Maschinen und Fahrzeugen für den Transport der Mitarbeiter, insbesondere unter den extrem heißen Wetterbedingungen der Region, ein weiteres Problem, das von den beschäftigten Kräften wiederholt beanstandet wurde. Die Mitarbeiter kritisieren auch die unzureichende Qualität und Quantität des Firmenessens und behaupten, dass die Wohlfahrtsdienste in diesem Unternehmen weit von den erwarteten Standards entfernt sind.
Laut diesem Bericht sagen die Mitarbeiter, dass ihnen jeden Monat aus verschiedenen Gründen Beträge von ihrem Gehalt abgezogen werden und dies mit dem Ziel erfolgt, die Kosten zu senken und die Rentabilität der Firma zu steigern. Ein weiteres angesprochenes Thema ist die Art und Weise, wie Arbeitsverträge unterzeichnet werden. Laut diesen Quellen werden die Verträge unter Druck und Zwang von den Mitarbeitern unterzeichnet, und die Arbeiter dürfen keine Kopie des Vertrags erhalten oder sogar ein Bild davon machen.