Die Veröffentlichung von Informationen über die Hintergründe von drei aktuellen Managern der Petrochemieindustrie und ihre frühere Rolle in mit der Kulturstiftung verbundenen Einrichtungen wirft ernsthafte Fragen über frühere Verträge und die Art und Weise auf, wie diese Manager an die Spitze der Petrochemieunternehmen in Assaluyeh gelangten.

Diese drei Persönlichkeiten bekleiden nun wichtige Managementpositionen in der Petrochemieindustrie. Hojjat Mabarzi, der ehemalige CEO von Sitco, ist nun CEO der Petrochemie-Terminals und -Tanks; Mohammad Zain al-Abidin, der ehemalige Vorsitzende des Verkaufskomitees der Kulturstiftung, leitet die Petrochemie Kimia Pars Khavarmianeh und Sadegh Sheibani, der ehemalige Handelsdirektor der Stiftung, ist CEO der Petrochemie Soroush Mahestan.
Mehrmillionen-Dollar-Verträge
Laut veröffentlichten Informationen wurde während der Tätigkeit dieser Manager in den mit der Kulturstiftung verbundenen Einrichtungen ein Zweijahresvertrag über den Transport von 72 Ladungen mit jeweils 40.000 Tonnen petrochemischer Produkte per Schiff abgeschlossen, wobei angeblich für jede Fahrt ein Betrag von 80.000 Dollar gezahlt wurde. Das Produkt dieser beiden Zahlen ergibt den beachtlichen Betrag von 5.760.000 Dollar. Die Klärung der Natur dieser Zahlungen, der Empfänger, des Auswahlprozesses der Auftragnehmer und der Genehmigung des Vertrags erfordert die Veröffentlichung von Dokumenten und die Rechenschaftspflicht der beteiligten Manager.
Notwendigkeit von Transparenz und Aufsicht
Dieser Fall unterstreicht erneut die Notwendigkeit, die Mechanismen der Ernennungen und den Wechsel von Managern zwischen Holdings und Muttergesellschaften der Petrochemieindustrie zu überprüfen. Kritiker warnen seit Jahren vor dem Einfluss von Management-Lobbys, intransparenten Beziehungen und Netzwerken auf Verträge und Ernennungen in einigen großen Wirtschaftseinheiten. In einer solchen Struktur können, wenn große Verträge und Managementernennungen nicht ausreichend überwacht und transparent sind, Muttergesellschaften und Tochtergesellschaften der Petrochemie zu einem Nährboden für Interessenkonflikte und weitreichende Korruption werden. Die Rechenschaftspflicht über den 5,76-Millionen-Dollar-Vertrag und die Veröffentlichung der dazugehörigen Dokumente könnten der erste Schritt zur Klärung der Dimensionen dieses Falls sein.