Die Sari Guney Goldmine in Qorveh, eines der wichtigsten Bergbauvermögen des Iran, steht erneut im Zentrum ernsthafter Fragen zur Aufsicht der Regierung über Kurdistans Reichtümer. Die jüngste offizielle Ankündigung der Justiz zeigt, dass eine aktive Goldmine mit Überentnahme und Nichtzahlung staatlicher Abgaben konfrontiert war und nach gerichtlicher Verfolgung 1٬980 Milliarden Toman an Forderungen an den Staatshaushalt zurückgeführt wurden. Diese Summe macht den Sari Guney Fall von lokalen Protesten und politischen Anschuldigungen zu einer dokumentierten finanziellen und aufsichtsrechtlichen Angelegenheit.
Offizielles Eingeständnis nach Jahren der Kontroverse
Asghar Jahangir, Sprecher der Justiz, erklärte am 22. Mehr 1404, dass eine Goldmine in Kurdistan mit mehreren Verstößen konfrontiert war, darunter Überentnahme und Nichtzahlung staatlicher Abgaben. Er bestätigte, dass die Verfolgung durch die Justiz Kurdistans zur Einziehung von 1٬980 Milliarden Toman geführt hat. Die Bedeutung dieser Summe liegt nicht nur in ihrer Größe. Staatliche Abgaben sind der Anteil, den der Betreiber für die Entnahme einer öffentlichen Ressource zahlen muss. Wirklich. Wie konnte eine so enorme Schuld ohne wirksame Aufsicht jahrelang bestehen bleiben?

Eine Mine, die von Anfang an politisch und umstritten war
Die Geschichte von Sari Guney reicht mehr als zwei Jahrzehnte zurück. Offizielle Dokumente des Unternehmens bei der US-Börsenaufsicht zeigen, dass 2004 das Unternehmen Zar Kuh mit 70 Prozent Anteil von Rio Tinto und 30 Prozent iranischem Partner gegründet wurde. Gemeinsame Erkundungen identifizierten von 2000 bis 2004 eine bedeutende Goldlagerstätte. Rio Tinto verkaufte 2011 seinen Anteil an ein iranisch-kasachisches Joint Venture und zog sich aus dem Projekt zurück.
In den folgenden Jahren sorgten wiederholte Verzögerungen bei der Inbetriebnahme der Mine für Schlagzeilen, und das Industrieministerium warnte die kasachischen Investoren. Dennoch entwickelte sich Sari Guney allmählich zu einem der wichtigsten Goldproduktionszentren des Iran. Industrielle Quellen geben die Produktion für das Jahr 1404 mit etwa 4,5 Tonnen Gold an. Dieses Produktionsvolumen vervielfacht die wirtschaftliche Bedeutung jeder Meinungsverschiedenheit über die Fördermenge und staatliche Abgaben.
Finanzkreislauf, ländliche Grundstücke und lokale Beschwerden
Im Ordibehesht 1403 erhob Mohammad Rasul Sheikhi Zadeh, Abgeordneter von Qorveh und Dehgolan, eine Reihe von Kritikpunkten gegen die Mine: über den geringen Anteil der einheimischen Arbeitskräfte und die Abwesenheit des Finanzkreislaufs im Bankensystem der Provinz bis hin zu den umweltschädlichen Auswirkungen und der unklaren Art der Landnahme rund um die Mine. Das Unternehmen Zar Kuh wies diese Vorwürfe zurück und erklärte: 75% der 1.566 iranischen Arbeitskräfte der Mine seien aus Kurdistan und seit 1400 sei der Finanzkreislauf auf Banken in Qorveh konzentriert, und die staatlichen Abgaben seien gemäß den Anweisungen gezahlt worden, und die Landnahme erfolgte gemäß Artikel 22 des Bergbaugesetzes. Die Ankündigung der Justiz über Überentnahme und staatliche Schulden zeigte jedoch, dass die finanziellen Streitigkeiten um die Mine über die Behauptungen in sozialen Netzwerken hinausgingen.

Umwelt; zwischen Unternehmensleugnung und wissenschaftlichen Warnungen
Zar Kuh sagt, dass offizielle Überwachungen keine Erhöhung der durch den Bergbau verursachten Schadstoffe nachgewiesen haben und die Mine nicht auf der Liste der umweltschädlichen Industrien steht. Ein Teil der in der Region vorhandenen Schwermetalle hat laut Unternehmen natürlichen Ursprung. Doch wissenschaftliche Studien zeichnen ein komplexeres Bild. Eine Untersuchung im Jahr 2025 über das Gestein und die Abfälle von Sari Guney zeigte, dass Teile der mineralischen Materialien die Fähigkeit zur Bildung von saurem Wasser haben, ein Phänomen, das Schwermetalle in die aquatische Umwelt einbringen kann. Ältere Untersuchungen des Grundwassers in den umliegenden Dörfern haben auch das Vorhandensein von Arsen als regionales Problem registriert.

Im Shahrivar 1405 führte die Organisation der Ingenieurkammer des Bergbaus Kurdistan einen Fachbesuch in Sari Guney durch, und Berichte sprechen von einer fortgesetzten umfangreichen Produktion. Der Fall der 1.980 Milliarden Toman hat weder zur Einstellung des Projekts geführt, noch wurde bisher ein öffentlicher Bericht über die Verurteilung der Minenmanager veröffentlicht.
Fragen, die noch unbeantwortet bleiben
Welche Institution kontrolliert die tatsächliche Fördermenge? Warum müssen die Forderungen des Staates nach gerichtlichem Eingreifen eingezogen werden? Wie viel Einkommen wird in die Region zurückgeführt? Haben die Menschen in Kurdistan Zugang zu den tatsächlichen Rechnungen der Mine? Sari Guney ist ein klares Beispiel für die Herausforderungen bei der Überwachung der natürlichen Ressourcen im Iran, wo enormer Reichtum, Politik, Wirtschaft und Umwelt miteinander verflochten sind und die Antworten weiterhin im Unklaren bleiben.