Der Name Mohammad Javad Bavand im Fall der Öl-Treuhänder wird nicht als privater Vermittler, sondern aufgrund seiner Position in der offiziellen Ölverkaufsstruktur erwähnt. Laut einem Bericht von Independent Farsi war Bavand vor seinem Eintritt in das Ölministerium im wirtschaftlichen Bereich einer Sicherheitsstruktur tätig und wurde dann als „Assistent des Ministers für Ölverkauf, Kondensate und Produkte“ und „Aufseher der NICO Company“ ernannt; eine Position, die ihn zum Verbindungspunkt zwischen dem Ölministerium und privaten Vermittlern macht.
Die Schlüsselrolle von Bavand im Fall der Treuhänder
Informierte Quellen sagen, dass Bavand, obwohl er eine Rolle im Verkaufs- und Übergabeprozess der Ladungen hat, die endgültigen Transaktionsdokumente nicht persönlich unterschreibt. Dies wirft eine wichtige Frage auf: Was genau sind seine Befugnisse und rechtliche Verantwortung bei der Einführung, Genehmigung und Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den Treuhändern?

Die gleichen Quellen behaupten, dass Bavand den Namen Hossein Taeb verwendet, um seine Ziele zu erreichen. Es wird auch gesagt, dass sein Bruder, unter dem Pseudonym „Babaei“, für den Cyberbereich einer der Institutionen verantwortlich ist und mit den Mitteln dieser Institution und der finanziellen Unterstützung von Ruhollah Razavi die Medienunterstützung für diese Gruppe übernimmt. Bavands Behauptung über die verwandtschaftliche Beziehung seines Bruders zu Taeb basiert möglicherweise mehr auf dem Versuch, sich selbst einen Schutzschirm zu schaffen, als auf festen Beweisen.

Die Vermittlungsverbindung zwischen Razavi und dem Ölministerium
Ein wichtigerer Teil des Falls betrifft die Verbindung zwischen Bavand und Ruhollah Razavi. Razavi, ein Absolvent der Imam Sadiq Universität und eine Persönlichkeit, die der Bewegung der Pāydārī-Front nahe steht, wird von einigen Quellen als einer der Ölvermittler mit über einer Milliarde Dollar nicht zurückgekehrter Mittel angesehen. Der Bericht von Independent beschreibt Bavand als das Verbindungsglied der offiziellen Ölverkaufsstruktur zu einem privaten Netzwerk, das aus Personen wie Razavi besteht.
Informierte Quellen behaupten, dass die Erteilung von Genehmigungen und die Übergabe von Ölladungen an Razavi, trotz früherer Schulden und ohne ausreichende Bonitätsprüfung, mit direkter Beteiligung von Bavand erfolgt ist. Sollte diese Darstellung zutreffen, könnte die durchgeführte Aktion im Widerspruch zu den Anforderungen der Beschlüsse des Obersten Nationalen Sicherheitsrates stehen, die die Übergabe von Öl an nicht kreditwürdige oder verschuldete Personen verbieten.
Nun muss das Ölministerium klären, wer Razavis Qualifikation bestätigt hat, wie viel Öl ihm zur Verfügung gestellt wurde, welcher Betrag nicht zurückgekehrt ist und warum die verantwortlichen Entscheidungsträger ohne offizielle Unterschrift geblieben sind.